Hamburger Volksentscheid gegen die sechsjährige Grundschule
Bestätigung der Schulpolitik in Baden-Württemberg
Der CDU-Kreisverband Waldshut sieht im Hamburger Volksentscheid gegen die sechsjährige Grundschule eine Bestätigung der Schulpolitik des Bundeslandes Baden-Württemberg.
«Das ist eine Absage an jede Ideologie», sagte der CDU-Kreisvorsitzende Georg Villinger. In einem gegliederten Schulsystem wie im Südwesten sei eine individuelle Förderung von Schülern leichter möglich als in einer Einheitsschule.
In Hamburg hatten sich am Sonntag die Gegner der von Schwarz-Grün geplanten Einheitsschule durchgesetzt. In einem Volksentscheid stimmten sie mehrheitlich gegen ein gemeinsames sechsjähriges Lernen in Primarschulen. Damit bleiben die vierjährigen Grundschulen erhalten.
«Es gibt in Baden-Württemberg bereits ein längeres gemeinsames Lernen, aber nicht nach hinten heraus, sondern vom Kindergarten an», sagte Villiger. Die pädagogische Förderung schon im Vorschulalter sei der bessere Weg. Allerdings dürften die Gemeinden mit der Finanzierung nicht alleine gelassen werden, wie es bereits unter der rot-grünen Bundesregierung der Fall war.
Der Bereich der Kleinkindbetreuung könne auch nicht pauschal betrachtet werden, da in Ländlichen Gebieten ein anderer Bedarf herrsche, als in Großstädten. "Gerade wir im Landkreis Waldshut sind ein Musterbeispiel dafür, dass der beste Ort zur Kindererziehung eben immer noch die Familie und nicht der Staat ist", so Villiger weiter.
|