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Gedenken der Opfer der Euthanasie

27.07.2022

Die CDU Bad Säckingen und die CDU Jestetten gedenken der Opfer der Euthanasie.

Im Jahr 1940 wurden zahlreiche Patienten der Kreispflegeanstalt Jestetten im Rahmen der NS-Euthanasiemorde getötet. Zum damaligen Kreis Waldshut gehörte auch der Amtsbezirk Säckingen. Wie nun kürzlich festgestellt wurde, wurden überraschend viele dieser Opfer in der heutigen Stadt Bad Säckingen geboren. Dies war der Grund dafür, dass Simon Kühn als Vorsitzender der CDU Bad Säckingen einen Besuch in Jestetten gemacht hat.

Dr. Konrad Schlude, Vorsitzender der CDU Jestetten, erläuterte dabei die Geschichte der Kreispflegeanstalt, die der damalige Kreis Waldshut 1878 in Jestetten eingerichtet hat. Natürlich gab es auch Patienten wegen Altersgebrechlichkeit, aber manche Bewohner lebten aus unterschiedlichen Gründen über viele Jahrzehnte dort.

An die Opfer der Euthanasiemorde erinnert ein Gedenkstein auf dem "Anstaltsfriedhof". Dieser Gedenkstein ist das Resultat einer privaten Initiative und wurde 1988 aufgestellt. Ein offizielles Gedenken gibt es bislang aber nicht. So sei es auch nicht klar, wie das unter Denkmalschutz stehende Areal um den Gedenkstein weiter gepflegt werden soll. Beispielsweise ist der Fuß eines Holzkreuzes des Jestetter Bildhauers Siegfried Fricker (1907-1976) angefault, so dass das Kreuz nicht mehr senkrecht steht. Die Frage ist, wer sich um die Restaurierung des wichtigen Bestandteils des Kulturdenkmals kümmert?

Die CDU Bad Säckingen und die CDU Jestetten wollen sich weiter um das würdevolle Gedenken an die Euthanasieopfer kümmern. Nachdem seit kurzem eine Namensliste von 119 Opfern aus der Kreispflegeanstalt Jestetten vorliegt, soll weiter versucht werden, den Lebenslauf von Patienten zu ermitteln. Es gab auch bereits einen Besuch im Stadtarchiv Bad Säckingen, um genauere Lebensdaten der Opfer zu finden.

Es werden auch Informationen zu allen Opfern aus der Kreispflegeanstalt gesucht. Hinweise nimmt als Leiter des Bildungswerks Jestetten Konrad Schlude entgegen: konrad@schlu.de

 
 
Simon Kühn (links) und Dr. Konrad Schlude (rechts) am Gedenkstein für die Opferzoom
Simon Kühn (links) und Dr. Konrad Schlude (rechts) am Gedenkstein für die Opfer
 
 
 
 
 
 
 

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