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Abgeordnete in Jestetten: Von Kelten und Europa

30.04.2019

Der Europaabgeordnete Andreas Schwab und die Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller haben die Gemeinde Jestetten besucht.

Der Europaabgeordnete Andreas Schwab und die Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller haben Jestetten besucht. Erster Punkt des Besuchs war ein Vororttermin im Ortsteil Altenburg, wo der CDU-Ortsvorsitzende Dr. Konrad Schlude über die archäologische Besonderheit der Altenburger Halbinsel "Schwaben" berichtete. In spätkeltischer Zeit befand sich dort eine befestigte, stadtähnliche Siedlung. Die Bedeutung spiegelt sich auch darin wieder, dass dort Münzen geprägt wurden, und die Siedlung war in den Weinhandel mit dem Mittelmeerraum eingebunden. In den letzten Jahren erfolgte in Altenburg und in Rheinau  (Kanton Zürich) auf der gegenüberliegenden Rheinseite eine intensive archäologische Prospektion, die Abschlusspublikation ist kürzlich vorgestellt worden. Wie Schlude weiter ausführte, soll diese historische Bedeutung und die landschaftliche Schönheit der doppelten Rheinschleife besser präsentiert werden. Bürgermeisterin Ira Sattler erläuterte dazu eine Studie, die im Auftrag der Gemeinde im Rahmen eines Naturparkprojekts erstellt worden ist. Daniel Grob, Präsident des Museumsvereins in Rheinau, berichtete über die geplante Einrichtung eines Museums auf der Klosterinsel Rheinau; ein Kernpunkt der Ausstellung wird den Kelten gewidment sein. Es ist daher sinnvoll und erstrebenswert, die Aktivitäten über den Rhein und die Landesgrenze hinweg zu koordinieren.

Die Abgeordneten und die weiteren Teilnehmer zeigten sich insbesondere vom Blick auf die Klosterinsel Rheinau sehr beeindruckt. So bezeichnete Andreas Schwab den Schwaben als "verborgenes Juwel".

Nicht weniger beeindruckt zeigte sich Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller. Dabei bekräftigte sie ihr Versprechen weiterhin in Stuttgart für das Vorhaben Gemeinde Jestetten werben zu wollen, Altenburg in das aktuelle Programm des Landes Baden-Württemberg zu bringen. „Die Keltenstätte Altenburg-Rheinau ist absolut beeindruckend und sollte in das vom Land geplante Keltenkonzept aufgenommen werden. Allerdings sollte die Gemeinde nicht länger mit ihrer Bewerbung warten. Es gilt jetzt, an der Tür der Landesregierung anzuklopfen“, so Hartmann-Müller.

Im Anschluss hielt Andreas Schwab unter dem Titel "Gemeinsam für eine europäische Zukunft" einen Vortrag zur aktuellen Situation in der EU. Europa müsse stark genug sein, um eine eigene Bedeutung zwischen den aufstrebenden Mächten Asiens und den USA behalten zu können. Dazu müsse man die Gemeinsamkeiten zwischen den europäischen Staaten im Blickfeld behalten statt nur auf die Unterschiede hinzuweisen.

Zum Abschluss berichtete MdL Hartmann-Müller über aktuelle Entwicklungen in der Landespolitik. Dabei erteilte sie der Forderung der SPD nach beitragsfreien Kitas eine klare Absage. „Für die CDU haben Qualitätsverbesserungen Vorrang vor einer gebührenfreien Kita. Statt auf eine finanzielle Mehrbelastung von 700 Millionen Euro, setzen wir auf eine qualitative Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung. Das heißt wir wollen die 718 Millionen Euro, die Baden-Württemberg aus dem Gute-Kita-Gesetz des Bundes erhält, nachhaltig und verantwortungsbewusst investieren: In Inklusion, längere Öffnungszeiten, Stärkung der Kitaleitung. Aber auch in Bildungsmaßnahmen wie kindliche Entwicklung, Gesundheit, Ernährung, Bewegung und die sprachliche Bildung“, erklärte Hartmann-Müller abschließend.


Besucher vor dem Hintergrund der Rheinauer Klosterinselzoom
Besucher vor dem Hintergrund der Rheinauer Klosterinsel
Flyer des Vortragszoom
Flyer des Vortrags
 
Erklärungen zur geographischen Lage und zur archäologischen Bedeutungzoom
Erklärungen zur geographischen Lage und zur archäologischen Bedeutung
Vortrag im Gotischen Saalzoom
Vortrag im Gotischen Saal
 
 

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