Zur Startseite

Kommunalpolitische Exkursion Gemeinde Klettgau

05.07.2018

Zusammen mit der Frauen Union hat die CDU eine kommunalpolitische Exkursion in die Gemeinde Klettgau durchgeführt.

Die Frauen Union hat zusammen mit Vertretern der CDU eine kommunalpolitische Exkursion in die Gemeinde Klettgau unternommen. Nicole Böcker, Kreisvorsitzende der Frauen Union, konnte vor der Kirche in Bühl zahlreiche Teilnehmer begrüßen.

Erster Besuchspunkt der Exkursion war ein Referat von Dr. Konrad Schlude, Vorsitzender der CDU Jestetten, zur Bedeutung der heiligen Notburga von Bühl als Patronin des ganzen Klettgaus, zu dem neben weiteren deutschen Gemeinden auch Gemeinden in der Schweiz gehören. Die Legende berichtet, dass Notburga Königin von Schottland war, dann aber fliehen musste. Über Umwege kam sie nach Bühl, wo sie neun Kinder gebar, von denen eines bei der Geburt starb. Notburga setzte sich für die Vermittlung des Glaubens und Bildung ein, ferner bewirkte sie ein Wasserwunder.

Die barocke Bühler Pfarrkirche gilt vielen als schönste Kirche im ganzen Klettgau. Die Gruppe besuchte hier den Notburga-Altar. Vor der Kirche bietet der Notburga-Brunnen des Jestetter Bildhauers Siegfried Fricker (1907-1976) eine moderne Interpretation des Notburga-Motivs.

In seine Erklärungen zur heutigen Bedeutung von Notburga webte Dr. Schlude auch einen Bericht der Wilchinger Schriftstellerin Ruth Blum ein. Diese hatte 1948 einen Ausflug nach Bühl gemacht, als eine Schweizerin, "ein Mensch aus dem gelobten Land" schildert Blum unter anderem ihre Begegnung mit Flüchtlingen und dem Elend in der frühen Nachkriegszeit. Dass Notburga als Bürgerkriegsflüchtling zur Patronin des Klettgaus wurde, war für Konrad Schlude ein wichtiger Aspekt von Notburgas heutiger Bedeutung, man müsse offen für die Notlagen der Mitmenschen sein. Auch der Einsatz für Bildung sei heute aktueller denn je. Das in der Legende erwähnte Wasserwunder sei ebenfalls bedeutsam, denn in einer Zeit, in der der Mensch auch die letzten Winkel der Erde verschmutzt, lehrt Notburga, dass man sauberes Trinkwasser mit Dankbarkeit und Demut gebrauchen soll.

Weitere Informationen zu Notburga

Der zweite Punkt der Exkursion fand im Rathaus in Erzingen statt, wo die Gruppe von Bürgermeister Ozan Topcuogullari empfangen wurde. Wie Bürgermeister Topcuogullari ausführte, stammt er aus der Gemeinde Klettgau; nachdem er einige Jahre in der Industrie tätig war, wollte er sich in seiner Heimatgemeinde einbringen und kandidierte für das Amt des Bürgermeisters. Seit rund 1 1/2 Jahren ist er im Amt.

Ozan Topcuogullari erläuterte den Aufbau der Gemeinde Klettgau, die sich aus sieben Teilorten zusammensetzt. Dass Klettgau eine lebendige Gemeinde ist, zeigt sich auch an den rund 70 Vereinen. Für die Gemeinde sei positiv, dass es in allen Teilorten ein Angebot an Bauplätzen gibt. Klettgau ist mit dem Erzinger Rebbau bekannt, es gibt aber auch eine größere Anzahl von industriellen Arbeitsplätzen.

Intensiv diskutiert wurde die unechte Teilortswahl, die es in Klettgau nach wie vor gibt. Bürgermeister Topcuogullari betonte den Vorteil, aus jedem Teilort einen Vertreter im Gemeinderat zu haben. Aus der Mitte der Besuchergruppe kamen auch kritische Hinweise, die die Schwerfälligkeit des Systems beleuchteten.

Zum Abschluss bedankte sich Nicole Böcker bei den beiden Referenten und übergab beiden jeweils einen Pack Kaffee aus der Erzinger Rösterei Roestheld.

 
 
Die Teilnehmer der Führung am Notburgabrunnen in Bühl.zoom
Die Teilnehmer der Führung am Notburgabrunnen in Bühl.
 
 
Bürgermeister Ozan Topcuogullari stellt die Gemeinde Klettgau vor.zoom
Bürgermeister Ozan Topcuogullari stellt die Gemeinde Klettgau vor.
Erläuterungen am Brunnenzoom
Erläuterungen am Brunnen
 

Home | Links | Impressum | Sitemap
© CDU Waldshut 2013