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Vortrag über Reichskanzler Constantin Fehrenbach

11.01.2018

Im Rahmen eines Vortrags hat die CDU an den Politiker Constantin Fehrenbach erinnert, der sich großen Verdienst bei der Parlamentarisierung und Demokratisierung Deutschlands erworben hat.

Der in Wellendingen geborene Politiker Constantin Fehrenbach (1852-1926) hat wesentliche Beiträge zur Demokratisierung Deutschlands geleistet. Dazu gehört unter anderem die parlamentarische Aufarbeitung der Zabern-Affäre. Als Präsident der Deutschen Nationalversammlung war Fehrenbach am Aufbau der ersten deutschen Republik direkt beteiligt, der er dann als Kanzler weiter gedient hat.

Zum Geburtstag von Constantin Fehrenbach am 11. Januar hat die CDU im Rahmen eines Vortrags an den in Wellendingen geborenen Fehrenbach erinnert. Der Vortrag fand im Geburtshaus von Fehrenbach statt, Referent war Dr. Konrad Schlude, Vorsitzender der CDU Jestetten.

Warum ist Fehrenbach trotz seiner Verdienste praktisch unbekannt? Die gleiche Frage muss man sich auch bei anderen Repräsentanten der Weimarer Republik stellen. Ulrich von Hehl, der Biograph des Zentrumspolitikers und Reichskanzlers Wilhelm Marx, gibt hierzu die folgende Antwort:

Der Makel des Scheiterns, welcher der ersten deutschen Demokratie so augenfällig anhaftet, ist auch dem Andenken ihrer Repräsentanten nicht günstig gewesen.


Wegen seiner engen Verbindung zu Constantin Fehrenbach wurde auch immer wieder der Zentrumspolitiker Wilhelm Marx erwähnt. In seinem Vortrag beleuchtete Schlude ferner auch die Vorgänge, die 1934 zur Vertreibung des Löffinger Pfarrers Guido Andris geführt haben.


Constantin Fehrenbach (1852-1926)zoom
Constantin Fehrenbach (1852-1926)
 
 
 

Unter anderem fallen folgende Punkte im Lebenslauf von Constantin Fehrenbach auf.

  • Bei der parlamentarischen Aufarbeitung der Zabern-Affäre von 1913 forderte Fehrenbach im Reichstag, dass "für das gebeugte Recht Sühne geschaffen wird". Diese Rede führte erstmalig zu einem Misstrauenvotums des Parlaments gegenüber der Regierung. Dies war ein wichtiger Meilenstein bei der Demokratisierung Deutschlands.
  • Im Zentrumsstreit nach 1906 erwies sich Fehrenbach als eine Art Vordenker der CDU, der die Öffnung der Zentrumspartei für Christen aller Konfessionen forderte.
  • Als Präsident der Nationalversammlung 1919-20 war Fehrenbach federführend bei der ersten republikanischen Verfassung Deutschlands beteiligt.
  • Mit der Reichstagswahl von 1920 verlor die bisherige "Weimarer Koalition" die Mehrheit, und Fehrenbach nahm die "Bürde des Reichskanzlers im vaterländischen Interesse auf sich."
 
 
Referent Dr. Konrad Schludezoom
Referent Dr. Konrad Schlude

Literatur

  • Astrid Luise Mannes: Reichskanzler Constantin Fehrenbach, Verlag dissertation.de, 2005
  • Ulrich von Hehl: Wilhelm Marx, Matthias-Grünewald-Verlag, 1985
  • Jörg Waßmer: "In Löffingen untragbar", Stadt Löffingen, 2015
 
 
 

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