1
2
3
4
5
6

Gemeinsamer Neujahrsempfang des CDU-Ortsverbandes Höchenschwand mit dem CDU-Gemeindeverband Häusern

Domführung in St. Blasien, Essen im Restaurant Da Vinci, Grußwort Adrian Probst

(pic) Auf Einladung der beiden CDU-Ortsverbände trafen sich am Samstag, 11. Januar 2020, 16 Uhr, eine größere Anzahl von CDU-Mitgliedern beider Gemeinden auf dem Domplatz in St. Blasien. Die stellvertretende Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes, Anita Tröndle, zeichnete für das Programm verantwortlich. Sie hatte am Beginn des Neujahrsempfanges den St. Blasier Bürgermeisterstellvertreter und Ehrenvorsitzenden des CDU Kreisverbandes, Thomas Mutter, für eine Domführung gewinnen können.
Mutter zeigte sich bei der einstündigen Führung als versierter Kenner der Geschichte des Domes. Da nahezu alle Anwesenden den Dom bereits kannten, nannte Mutter nur die wesentlichsten geschichtlichen Daten der im Jahre 1783 eingeweihten und durch Brände mehrmals beschädigten Kirche. Damals sei der Dom die drittgrößte Kuppelkirche Europas gewesen, sagte Mutter. Durch verschiedene Schätzfragen, wie etwa der Gesamthöhe des Bauwerkes, der Spannweite der Kuppel oder der Länge der tragenden Säulen im Inneren der Kirche, beteiligte Mutter die Besucher, so dass keine Langeweile aufkam. Es zeigte sich, dass die weiblichen Teilnehmer mit ihren Schätzungen zumeist besser lagen. So erfuhren die Besucher, dass der Dom eine Gesamthöhe von 62 Metern aufweist. Architekt sei Pierre Michel d´Ixnard gewesen, der den Bau nach dem Vorbild des „Pantheons“ in Rom gebaut habe. Die Besucher erfuhren, dass die Spannweite und Innenhöhe der Kuppel 36 Metern betrage und die tragenden Säulen eine Länge von 18 Metern haben. Das Aussehen der heutigen Kirche weiche mit ihrem weißen Marmorboden über die marmorierten Pilaster und Säulen bis zu der weiß gefassten Kuppel deutlich vom Erscheinungsbild früherer Kirchen ab. Die neue „kalte, weiße Pracht“ der Rotunde wurde von der katholischen Pfarrgemeinde kritisch gesehen. Auch das weiße Gestühl fand deutliche Kritik, sagte Mutter. Anita Tröndle und Georg Villinger bedankten sich am Ende der Führung mit einem Präsent bei Thomas Mutter.
Mit einem gemütlichen Beisammensein ging der Neujahrsempfang im „Hotel Da Vinci“ weiter. Die Wirtin und CDU-Gemeinderätin Susana Coutinho hatte für die Gäste ein schmackhaftes Essen in Buffetform vorbereitet.
Gastredner war der stellvertretende Kreisvorsitzende, Kreisrat und Bürgermeister von St. Blasien, Adrian Probst, in Vertretung von MdB Felix Schreiner die Veranstaltung besuchte. In seinem Grußwort erinnerte er an das zu Ende gegangene sichere Jahrzehnt, das für die Bundesbürger gezeichnet war durch Frieden und Wohlstand. Landespolitisch sei das Jahrzehnt für die CDU schwierig gewesen. Am Beginn des neuen Jahrzehntes gälte es deshalb die Orientierungslosigkeit zu überwinden und weniger Fragen zu stellen als konkrete Antworten zu finden. Als Beispiel nannte Probst den Klimaschutz.
Im aktuellen Doppelhaushalt des Landes werde durch die Investitionen im Schulbereich oder der geplanten Verstärkung bei der Polizei zumindest teilweise die Handschrift der CDU deutlich. In der Region werden die Probleme beim Thema Sicherheit an den langen Anfahrtswegen der Polizei aus Bad Säckingen und Waldshut besonders am Wochenende deutlich. „Die Einbrecher können sich in aller Ruhe ausrechnen wie lange die Polizei für die Anfahrt braucht“, sagte Probst unter dem Gelächter der Anwesenden. Mit 137 Millionen werde auch die Feuerwehr im Doppelhaushalt unterstützt.
Im Bereich der Wirtschaft spüren wir so langsam, dass der Aufschwung nachlasse, sagte Probst weiter. Zwar gäbe es noch keine Anzeichen für eine Rezession, aber erste Andeutungen für einen Rückgang seien erkennbar. Probst sprach auch den angespannten Wohnungsmarkt an. Es fehle auch auf dem Land an bezahlbaren Wohnungen.
Hinsichtlich den Chancen der CDU den Ministerpräsidenten Kretschmann bei der nächsten Wahl abzulösen gab sich Probst vorsichtig optimistisch. Da Reinhold Pix von den Grünen den Wahlkreis wechsle, werde der Wahlkreis Hochschwarzwald wieder frei. Es brauche aber hier einen starken Kandidaten, der mutig die Interessen der CDU vertrete.
Im Weiteren streifte Probst die Zukunftsaufgaben im Landkreis. Hier nannte der den Hochrhein Campus und das Zentralklinikum als Herkulesaufgabe. „Wir müssen die Herausforderungen der Zukunft ernsthaft bewältigen“, forderte Probst. Dazu gehöre die Stärkung der Notfallmedizin. Hier fehle noch eine zündende Idee. Auch die Landarztversorgung nannte er als schwierige Aufgabe. Der berechtigte Wunsch der jungen Mediziner nach neuen Arbeitsformen und einer unternehmerischen Entlastung müsse im Einklang mit der medizinischen Versorgung auf dem Land gebracht werden. Probst sah Lösungsmöglichkeiten in der regionalen Zusammenarbeit etwa im Verwaltungsbereich.
Ein weiteres Thema war der Ausbau der Infrastruktur durch den Bau von Straßen und Radwegen oder die verbesserte Anbindung des ländlichen Raumes an den öffentlichen Nahverkehr. „Dies ist eine wichtige Aufgabe in diesem Jahrzehnt“, sagte Probst. In diesem Zusammenhang kritisierte er auch die langwierigen Genehmigungsverfahren für den Bau einer Straße.
Probst streifte auch das Thema Breitbandausbau. Hier sehe man, dass es vorwärtsgehe, meinte er. Der Backbone soll Ende 21 liegen, allerdings habe man in der Region eine Firma erwischt die zwar ein gutes Angebot gemacht habe, aber bei der Ausführung der Arbeiten sei noch viel Luft nach oben, sagte Probst. Er hoffe, dass das zukünftig noch besser werde.
Zum Schluss beschäftigte sich Adrian Probst mit der Arbeit im Gemeindeverband St. Blasien. Hier will sich der Bürgermeister für eine verbesserte Zusammenarbeit in den Bereichen Verwaltung und Personalverwaltung. Bei Gesprächen sei angedacht etwa die Stellvertreterregelungen über die Gemeindegrenzen hinaus zu regeln. Als Beispiele nannte Probst Trauungen beim Standesamt.
St. Blasien habe erst kürzlich einen Bedarfsplan für die Feuerwehr erstellt. Im Vorfeld seien alle Kommandanten der Feuerwehren der Region eingeladen worden. Im Ergebnis sei für die Zusammenarbeit auf verschiedenen Themenfeldern ein verbindlicher Plan erstellt worden, schloss Adrian Probst.
Der Vorsitzende des Gemeindeverbandes Höchenschwand, Georg Villinger, bedankte sich bei Adrian Probst mit einem Geschenk. In der Diskussion forderte Altbürgermeister und Ehrenbürger Werner Rautenberg mehr Offenheit in der CDU. In der Realität sei die CDU keine Volkspartei mehr. Am Beispiel der Energiepolitik sehe man deutlich die gemachten Fehler, kritisierte Rautenberg. In Deutschland wurde die Energiewende zu schnell beschlossen. Durch den Bau von Elektroautos werde doppelt so viel Strom verbraucht. Die „Windmühlen“ lösen das Problem nicht, ist sich Rautenberg sicher.

Neujahrsempfang

Der Ehrenvorsitzende des CDU Kreisverbandes Waldshut und stellvertretende Bürgermeister der Stadt St. Blasien, Thomas Mutter begrüßt die Teilnehmer der Domführung auf dem Domplatz in St. Blasien.

Neujahrsempfang

Thomas Mutter erzählt Jim Inneren der Kirche über die Geschichte des Doms..

Domführung

Anita Tröndle und Georg Villinger bedanken sich bei Thomas Mutter mit einem kleinen Present

Domführung

Adrian Probst berichtet über die Landes- und Kreispolitik der CDU, sowie über die Arbeit des GVV St. Blasien.


Home | Links | Impressum | Sitemap
© CDU Waldshut 2013